Allgemein
Christa Naaß begrüßte als Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten eine Gruppe der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg zu einem Exkursionstag in Westmittelfranken und informierte sie über die vielfältigen Aufgabenstellung des Bezirks.
Sie erläuterte, dass diese Exkursion am Wochenende des Bezirks stattfindet, an dem sich der Bezirk Mittelfranken in seiner Vielfalt darstellt, z.B. mit seinen zahlreichen Bildungsangebote von den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf über das Zentrum für Hörgeschädigte, die Maschinenbauschule bis hin zur Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl und von den sozialen und sozialpsychiatrischen Diensten hin bis zu den Bezirkskliniken.
Im Bereich Kultur stellten sich die Museen, wie z.B. das Fränkische Freilandmuseum, das Haus Fränkischer Geschichte, das Klöppelmuseum in Abenberg, aber auch das Limousin-Haus in Fürth dar.
Auch die Fachberatung für Fischereiwesen informierte genauso wie die Trachtenforschungs- und Beratungsstelle oder der Landschaftspflegeverband Mittelfranken.
Sie bedankte sich herzlich bei Norbert Metz vom Landschaftspflegeverband, der die Exkursion vorbereitet hatte und voller Engagement über die Geschichte des Streuobstanbaus in der Region und über aktuelle Projekte berichtete.
Der Aufstieg auf den Hesselberg über die historische Lindenallee geriet zu einem Erlebnis auf Grund der Erläuterungen von Herrn Metz zur kulturlandschaftlichen Entwicklung des Hesselberges, zur Situation der Schafhaltung, der Verbuschungsproblematik und der bürgerschaftlichen Aktionen zur Entbuschung. Auch die Betrachtung der Pflanzenwelt und Erläuterungen zur Frühgeschichte des Hesselberges wurden voller Interesse aufgenommen.
Vizepräsidentin Christa Naaß informierte die Gäste aus Nürnberg, an der Spitze deren Vorsitzender Rüdiger Frisch, über die Entstehung des Landschaftspflegeverbandes, der 1986 mit Unterstützung des Bezirks Mittelfranken gegründet wurde. „Wenn es den Landschaftspflegeverband nicht schön gäbe, so müsste man ihn erfinden“, so Christa Naaß. 245.600 Euro stellt der Bezirk auch heuer wieder für den
- Erhalt der Kulturlandschaft
- Schaffung flächendeckender Biotopverbünde und
- Umweltbildung bereit.
Er ist Unterstützungsgremium für viele Kommunen, Organisationen, Landwirtschaft und Privatpersonen. Rund 3000 Biotopflächen in 132 Städten und Gemeinden wurden im vergangenen Jahr betreut.
Es wurden aber auch neue Schritte der Regionalentwicklung und Regionalvermarktung wie z.B. das Altmühltaler Lamm oder der Hesselberger unternommen. Selbstverständlich werden im Bezirksrathaus Hesselberger Säfte angeboten. Und auch andere Kommunen werben mittlerweile mit den regionalen Produkten.
Wenn es um die Entwicklung der Kulturlandschaft und die Entwicklung des Ländlichen Raumes in Mittelfranken geht, gibt es einen engen Schulterschluss zwischen Bezirk und Landschaftspflegeverband, berichtete die Vizepräsidentin weiter.
Dieser Aufgabenbereich deckt sich z.T. auch mit den Zielen der naturhistorischen Gesellschaft: Fördern von Naturschutz und Denkmalpflege, Verbreiten von naturwissenschaftlichem Wissen u.v.m.
Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Weißenburg hat eine neue Vorsitzende. Anette Lederhos wurde einstimmig zur AsF-Vorsitzenden gewählt, Nikol Lederhos ebenfalls einstimmig zu ihrer Stellvertreterin. Elisabeth Pecoraro, die aus Zeitgründen nicht mehr für den Vorsitz kandidierte, wird den Vorstand als Schriftführerin unterstützen.
Zu Beisitzern wurden Ursula Klinkhammer-Lambert, Irene Bittner und Orsel Stief wurden zu Beisitzern bestimmt.
Als Gastrednerein zum Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf - immer noch ein Problem?" sprach die Bezirkstagsvizepräsidentin, SPD-Bezirksvorsitzende und ehemalige Landtagsabgeordnete Christa Naaß. In einem interessanten und informativen Vortrag erläuterte sie, dass sich in den letzten 30 Jahren zwar die Rahmenbedingungen und die Einstellung verändert haben, dass es aber noch ein weiter Weg ist, bis beide Elternteile problemlos Familie und Beruf unter einen Hut bringen können.
Dazu gehören der Ausbau von Ganztagesbetreuung, eine bessere Finanzierung der Kinderkrippen und Kitas sowie flexible Arbeitszeitmodelle.
"Wirtschaftlicher Fortschritt muss einhergehen mit dem gesellschaftlichen Fortschritt. Und gesellschaftlicher Fortschritt muss einhergeben mit besseren Rahmenbedingungen für eine partnerschaftliche Arbeitsteilung in Familie und Arbeitswelt. Deshalb muss mehr Flexibilität im Arbeitsleben auch mehr Flexibilität und Freiräume für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bringen", erklärte Christa Naaß. "Dazu tragen z.B. das Elterngeld Plus, der Partnerschaftsbonus oder die Modernisierung der Elternzeitregelungen bei. Notwendig ist die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz und der Ausbau von Ganztagesschulangeboten, vor allem auch in der Grundschule.
Immerhin schätzen acht von zehn Unternehmen die Bedeutung von Familienfreundlichkeit als wichtig oder eher wichtig ein. Hier hat man also schon etwas verstanden. Aber das reicht nicht. Die Erkenntnis muss umgesetzt werden. Die SPD wird sich wie in der Vergangenheit auch künftig auf allen Ebenen für weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen."
Markus Heinz, Leiter der Abteilung Pflanzenbau und Versuchswesen sowie Direktor Otto Körner von den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf informierten die Mitglieder des Wirtschafts- und Umweltausschusses des mittelfränkischen Bezirkstages über laufende Düngungsversuche, Energiegrasprojekte und Möglichkeiten der Gründlandverbesserung im Rahmen der bayerischen Eiweißstrategie.
Der Energiepflanzendemoanbau besteht bereits seit 2008, erfuhren die Bezirkstagsmitglieder. Zielstellung der Versuchsanlage ist die Versorgung von Biogasanlagen und Wärmeerzeugern mit alternativen Energiepflanzen sowie die Erhaltung der Artenvielfalt in der Kulturlandschaft. Untersucht werden Dauerkulturen wie z.B. Switchgras, Riesenweizengras, Durchwachsene Silphie und Sida, die den Mais in Teilbereichen ersetzen und mindestens 5 - 20 Jahre geerntet werden können. Des Weiteren wurde von der Abteilung Pflanzenbau und Versuchswesen ein Fachaustausch mit den Bayerischen Wasserversorgern initiiert, da diese Kulturen sich für den Anbau in Wasserschutzgebieten eignen und damit einen Beitrag zur Reduzierung der Nitratgehalte im Grundwasser liefern können.
Als Vertreterin des mittelfränkischen Bezirkstagspräsidenten und in ihrer Eigenschaft als Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates nahm Christa Naaß an der Eröffnung des 65. Sudetendeutschen Tages in Augsburg teil.
Wie in den vergangenen Jahren überbrachte die SPD-Landtagsfraktion Grüße in Form eines Parlamentsbriefs, der an die zahlreichen Besucherinnen und Besucher verteilt wurde. Um die Festlegung eines bundesweiten Gedenkdatums für einen Vertriebenengedenktags im europäischen Geist zu unterstützen, hat die Fraktion in ihrem Parlamentsbrief einen Vortrag zum Thema Vertriebenengedenktag von Prof. Kittel, Direktor der Stiftung "Flucht Vertreibung Versöhnung" veröffentlicht.
Bei den Bezirksvorstandswahlen der MittelfrankenSPD, die am 19. Juli in Treuchtlingen durchgeführt werden, wird die langjährige SPD-Landtagsabgeordnete und jetzige Vizepräsidentin des mittelfränkischen Bezirkstages nicht mehr für das Amt der SPD-Bezirksvorsitzenden kandidieren.
Seit 1998 hat Christa Naaß dieses Amt inne und ist damit die derzeit dienstälteste Bezirksvorsitzende der BayernSPD. Von 1996 – 1998 war sie stellvertretende Vorsitzende.
„Nachdem ich mein Amt als SPD-Kreisvorsitzende in Weißenburg-Gunzenhausen vor 2 Jahren in andere Hände gelegt und nach 19 Jahren nicht mehr für den Bayerischen Landtag kandierte hatte, ist dies der nächste Schritt, um auch auf Bezirksebene einen Wechsel herbeizuführen“, so die Bezirkschefin.
Christa Naaß vertritt Mittelfranken aber weiterhin im Präsidium und Landesvorstand der BayernSPD und wirkt auch weiterhin im Personalausschuss mit.
Christa Naaß wurde, wie berichtet, im Oktober vergangenen Jahres vom mittelfränkischen Bezirkstag zur 1. Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten gewählt. Außerdem fungiert Naaß als Vorsitzende des Bildungsausschusses und ist Beauftragte des Bezirks Mittelfranken für die Regionalpartnerschaft mit der Region Woiwodschaft Pommern und für die trinationale Partnerschaft Limousin – Mittelfranken – Pommern. Sie sitzt außerdem im Anlagenbeirat der Mittelfranken-Stiftung Natur-Kultur-Struktur, ist Mitglied im Bezirksausschuss, im Wirtschafts- und Umweltausschuss, im Jugend-, Sport- und Regionalpartnerschaftsausschuss und ist Vertreterin des Bezirks in der Bayerischen Vollversammlung sowie im Hauptausschuss des Bayerischen Bezirketages.
Die Trägerin der Bayerischen Verfassungsmedaille in Gold und Silber sowie des Bayerischen Verdienstordens ist vertriebenenpolitische Sprecherin der BayernSPD, Mitglied im Vertriebenenbeirat der SPD-Landtagsfraktion und wurde vor kurzem zur Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates gewählt.
Die Landtagsfraktion vertritt sie weiterhin als stellvertretendes Mitglied im Bayerischen Landesfrauenrat.
„Ich bin“, so Christa Naaß „weiterhin voller Engagement dabei, die vielen Aufgaben mit viel Freude zu erfüllen, und die Bürgerinnen und Bürger Mittelfrankens gut zu vertreten.“
Die scheidende SPD-Bezirksvorsitzende hat es immer als großen Auftrag und Ehre empfunden, die SPD in ihrer Vielfalt in Mittelfranken zu repräsentieren, zu stärken und auch zusammenzuhalten. Die jüngsten SPD-Ergebnisse bei der Europawahl haben wieder gezeigt, dass Mittelfranken die starke Kraft in der BayernSPD ist.