Allgemein
Im Jahr 2006 beschloss der Bayerische Landtag auf Initiative der SPD-Landtagsfraktion, künftig einen "Tag der Franken" feierlich zu begehen. Dieser Tag soll die kulturelle, landschaftliche und historische Vielfalt Frankens darstellen und auch seine wirtschaftliche Bedeutung und Innovationskraft deutlich machen.
Unter dem Leitgedanken "Franken - offen aus Tradition" gestaltete der Bezirk Mittelfranken zusammen mit der Stadt Erlangen den 10. Tag der Franken. In einem vielfältigen Programm widmete man sich diesem Thema und zeigte auf, wie aufgeschlossen und bunt zusammengewürfelt Franken ist und war. Schon seit Jahrhunderten beeinflussten und bereicherten Zuwanderer und Fremde das Leben in Franken.
Die SPD nahm den diesjährigen Tag der Franken wiederum zum Anlass, gleichwertige Lebensbedingungen in allen Teilen Bayerns einzufordern. "Das gelingt nicht dadurch", so die SPD, "dass ein Heimatministerium in Nürnberg eingerichtet wurde, das als Bühne für politische Shows genutzt wird. Es braucht solide Arbeit, um Verbesserungen herzustellen, z.B.durch ein Regionalbudget, in dem zusätzlich jeweils 600 Mio Euro nach Ober-, Mittel-, Unterfranken und die Oberpfalz zur Strukturförderung fließen. Über die Verwendung des Regionalbudgets sollen Gemeinden und Landkreise, aber auch Verbände, Gewerkschaften und Kammern gemeinsam beraten und unter Regie der Bezirksregierungen entscheiden.
Der Bezirk Mittelfranken engagiert sich seit vielen Jahren finanziell für das Fränkische Seenland. Im Jahr 2012 stockte er seine Mittel für die drei Seenzweckverbände auf 1 Mio Euro jährlich auf.. Davon gehen 220.000 Euro an den Altmühlsee.
Christa Naaß sah sich zusammen mit dem Wirtschafts- und Umweltausschuss des mfr. Bezirketages im Rahmen einer Ausschusssitzung vor Ort um, besuchte die Umweltstation des Landesbundes für Vogelschutz im Muhrer Altmühlsee-Informationszentrum und begab sich auf den barrierefrei zu erreichenden Beobachtungsturm.
Das über 200 ha große Naturschutzgebiet nimmt knapp die Hälfte des gesamten Sees ein, erfuhren die Ausschussmitglieder. Freie Seefläche, Flachwasserbereiche, Schilfzonen, Feuchtwiesen und Gebüsch bilden einen facettenreichen Lebensraum. Bis heute wurden über 300 seltene Vogelarten nachgewiesen. Auf dem barrierefreien Rundweg entdeckt man nicht nur viele Vögel, sondern auch eine Menge unterschiedlicher Pflanzen und Insekten wie Schmetterlinge, Käfer oder Libellen.
Christa Naaß würdigt beim Vertriebenempfang der SPD-Landtagsfraktion die Banater Jugend- und Trachtengruppen
Zum 8. Mal fand ein Empfang der SPD-Landtagsfraktion für Flüchtlinge, Vertriebene und Aussiedler im Bayerischen Landtag statt, der von der ehemaligen Landtagsabgeordneten und vertriebenenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Christa Naaß ins Leben gerufen wurde.
Mit diesem Empfang verknüpfte die SPD-Landtagsfraktion die Erinnerung an die Vertreibung von Millionen Menschen aus ehemals deutschen Gebieten in Osteuropa mit der Mahnung, den heutigen Kriegs- und Terrorflüchtlingen beizustehen.
Neben Eduard Neuberger, ein Russlanddeutscher aus Straubing, der sich ehrenamtlich als Betreuer für Asylbewerber und andere Migranten einsetzt und Peter Paul Polierer, Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Jugend wurden von Christa Naaß, der Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates, die Deutschen Banater Jugend- und Trachtengruppen unter der Leitung von Harald Schlapansky als „Brückenbauer“ ausgezeichnet. „Die DBJT“, so die Laudatorin, „vermittelt einer breiten Öffentlichkeit Banater Brauchtum, schwäbisches Trachtengut und traditionelle Tänze. Sie nimmt wichtige Aufgaben zur Bewahrung der Identität der Banater Schwaben wahr und leistet durch ihre vielfältigen Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Gemeinschaft und eine Verbindung zwischen den Generationen“. Christa Naaß hob besonders aber auch deren Beitrag zur Völkerverständigung, u.a. durch Hilfsaktionen und Integration junger Aussiedler hervor.
Der Präsident des Bundes der Vertriebenen, Dr. Bernd Fabritius, dankte der SPD-Landtagsfraktion für ihr jahrelanges und nachhaltiges Engagement für die Themen der Vertriebenen und wünschte sich, dass sich andere Bundesländer daran ein Beispiel nähmen.
Im Rahmen des diesjährigen Sudetendeutschen Tages, der unter dem Motto "Menschenrechte ohne Grenzen" stand, nahm Christa Naaß, Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten nicht nur an der Verleihung des Menschenrechtspreises, der Verleihung der Kulturpreise, der Eröffnungsveranstaltung sondern auch an der nachmittäglichen Veranstaltung der Seliger-Gemeinde teil.
"Nicht spurlos aus der Geschichte verschwinden", so lautete der Titel der Veranstaltung, in der Dr. Hildegard Kronawitter, MdL a.D. und Zeithistorikerin im Gespräch mit Olga Sippl, Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzende der Seliger-Gemeinde und mit Karl Garscha aus der Nachkriegsgeneration sudetendeutscher Vertriebener das Thema beleuchtete.
Die Seliger-Gemeinde, bei der Christa Naaß ebenfalls Mitglied ist, wurde im Jahr 1951 als politische "Gesinnungsgemeinschaft" in der Nachfolge der DSAP gegründet. In ihr fanden sich Vertriebene und die Hitlerzeit im Exil überlebende Sozialdemokraten im Bekenntnis zur Heimat zusammen, um die große Tradition der DSAP, der 1919 gegründeten Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der 1. Tschechoslowakischen Republik weiterzutragen.
Seit Jahrzehnten engagiert sich Olga Sippl für die Erinnerungsarbeit der Seliger-Gemeinde, u.a. mit der Herausgabe des Sudetendeutschen Jahrbuchs und steht als Zeitzeugin auch Schulklassen zur Verfügung. Olga Sippls überzeugende Botschaft und die der Seliger-Gemeinde verpflichtet alle: "Vertreibung darf nie mehr ein Mittel der politischen Konfliktlösung sein".
Mittelfränkischer Bezirkstag beschließt: Beziehungen zwischen Mittelfranken und der Tschechischen Republik sollen ausgebaut werden
Mit großer Mehrheit hat der Bezirkstag von Mittelfranken in seiner Sitzung am 20.05.2015 einen Antrag der SPD-Fraktion zur Kontaktaufnahme des Bezirks mit einer Region in der Tschechischen Republik beschlossen.
„Dass dieses Vorhaben parteiübergreifend auf Zustimmung stößt, freut uns sehr“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Horst Krömker. „Ein grenzüberschreitendes Miteinander kann nur möglich sein, wenn es auf einer breiten Unterstützung basiert.“
Christa Naaß, Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten, sieht in dem Bezirkstagsbeschluss ein positives Signal an unsere östlichen Nachbarn: „Eine Partnerschaft kann auf der über Jahrhunderte gewachsenen geschichtlichen Verbindung zwischen Mittelfranken und Tschechien aufbauen und diese mit neuem Leben füllen. Nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts, dem Leid, das viele Menschen durch den von deutschem Boden ausgegangenen Krieg und den Folgen von Flucht und Vertreibung erleiden mussten, haben sich die beiden Länder wieder angenähert. Die Jahrzehnte herrschende Eiszeit zwischen Bayern und der Tschechischen Republik ist vorüber.“
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der bayerisch-tschechischen Landesausstellung wider, die im Jahr 2016, anlässlich des 700. Geburtstags Kaiser Karl IV. sowohl in Prag als auch in Nürnberg zu sehen sein wird. Der Bezirk Mittelfranken beteiligt sich in Form eines Rahmenprogramms an der grenzübergreifenden Landesausstellung.
„Die Ausstellung setzt ein europäisches Zeichen der Aussöhnung und des Miteinanders und wird uns die gemeinsame Geschichte näher bringen. Daran anknüpfend sollen Kontakte zu einer Region in der Tschechischen Republik aufgenommen und die bestehenden Beziehungen vertieft werden“, unterstreicht Christa Naaß. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die Beziehungen zwischen der Metropolregion Nürnberg und der Region Karlsbad sowie auf 22 Partnerschaften von Städten und Gemeinden aus der Metropolregion mit Kommunen aus Tschechien. Auch von Seiten der 13 tschechischen Regionen bestehe ein großes Interesse an Kontakten mit Bayern.