SPD Waldkraiburg

Weihnachtswünsche und Gedanken zum Jahreswechsel 2015/2016

„Alle feiern wir so gern das Erscheinen unsres Herrn.

Würde es uns wirklich passen, dann bei uns ihn einzulassen?“

Liebe Leserinnen und Leser,

diese Zeilen stammen von Frau Mayr-Gruber aus Gunzenhausen, die ich erst vor wenigen Wochen mit dem Ehrenbrief des Bezirks Mittelfranken ausgezeichnet habe, eine Frau, die sich seit Jahrzehnten in der Asyl- und Flüchtlingshilfe engagiert.

 

Viele Menschen werden sicherlich am Heiligen Abend die Weihnachtsgeschichte hören. Eine über 2000 Jahre alte Geschichte von Flucht und von der Suche nach einer Bleibe, nach Asyl. Und damit eine gerade im zu Ende gehenden Jahr 2015 hoch aktuelle Geschichte.

Denn viele Tausende von Menschen sind seit Monaten unterwegs, auf der Flucht, suchen bei uns Hilfe, Unterkunft, ein Leben ohne Krieg, ohne Terror, Verfolgung oder Diskriminierung.

Ich bin dankbar, dass es viele Menschen auch in unserer Region gibt, die haupt- und ehrenamtlich Hilfe leisten und die Unterkunft zur Verfügung stellen – so wie Papst Franziskus alle Gläubigen in Europa aufgerufen hat, Flüchtlingen Schutz vor Krieg und Hunger zu gewähren.

Auch der Bezirk Mittelfranken stellt Räumlichkeiten in Ansbach und Nürnberg für die Unterbringung von Asylbewerbern und unbegleiteten jungen und minderjährigen Flüchtlingen zur Verfügung.

Und ich bin dankbar für das entschlossene zivilgesellschaftliche Auftreten Vieler gegen Hetzer, hasserfüllte Populisten, kriminelle Brandstifter und Rechtsextremisten.

Betroffen macht es mich jedoch, dass durch die Flüchtlingssituation erkennbar wird, dass wir leider wieder ein Europa der nationalen Egoismen haben. Ich hatte gehofft, dass wir dieses Europa überwunden hätten.

Erinnern Sie sich an das Jahr 1990? Die Grenzen sind gefallen, die Wiedervereinigung war möglich, der Kalte Krieg beendet. Haben das all diejenigen vergessen, die jetzt wieder Zäune aufziehen, Mauern bauen, Außengrenzen dicht machen wollen? Die Deutsche Einheit ging mit dem Versprechen einher, zu einem Zustand des Friedens in Europa beizutragen und nicht in schwierigen Situationen wieder zurückzufallen in die Denk- und Handlungsmuster des Kalten Krieges.

Wir brauchen ein europäisches Einwanderungsrecht, um legale Wege nach Europa zu öffnen und so das verbrecherische Geschäftsmodell der Schlepper zu zerstören, wir brauchen eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge und wir müssen stärker als bisher die Fluchtursachen bekämpfen.

Die Gründe, weshalb Menschen ihre Heimat verlassen müssen, sind vielfältig. Neben Krieg und Terror spielt immer mehr die Verschlechterung der Umweltbedingungen eine Rolle. Bereits heute sind die Auswirkungen der globalen Erwärmung in vielen Regionen der Welt zu spüren, werden Kriege um Wasser, Nahrung und fruchtbare Böden geführt. Die fossilen Energien tragen mit dazu bei, die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen zu gefährden. Klimaschutz ist eine globale Gerechtigkeitsfrage, erhält Lebensgrundlagen und bekämpft Fluchtursachen.

Ich bin froh, dass mit dem UN-Klimaschutzabkommen in Paris ein klares Signal gesetzt wurde. Deutschland und auch Bayern sind gefordert, den Umstieg auf Erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz zu beschleunigen und nicht durch unsinnige Reglungen, wie z.B. die 10H-Reglung in Bayern den weiteren Ausbau der Windkraft zu verhindern.

Das vor 10 Jahren gegründete Netzwerk Erneuerbare Energien Westmittelfranken ist ein positives Beispiel dafür, wie der Dreiklang zwischen Politik, Wissenschaft und der Praxis dazu geführt hat, dass Westmittelfranken eine Vorreiterrolle im Bereich der Erneuerbaren Energien und bei der Energieeinsparung eingenommen hat.

Das zu Ende gehende Jahr 2015 war auch geprägt durch Gedenkveranstaltungen, die an das Kriegsende vor 70 Jahren und die Befreiung der Konzentrationslager erinnerten.

Ein Jahr des Erinnerns – auch daran, wohin Ausgrenzung, Hetze, Hass, Intoleranz, das Schüren von Ressentiments geführt hatten – zu einem Krieg mit Millionen von Toten und Flüchtlingen und einer über 40jährigen Spaltung Europas. Deshalb ist es wichtig, der Opfer, des Leids zu gedenken, aber auch klar Haltung gegen jeden Ansatz von Ausgrenzung zu beziehen und Widerstand gegen rechtsradikale Tendenzen zu leisten.

Als Beauftragte des Bezirks Mittelfranken für die Regionalpartnerschaft mit der Woiwodschaft Pommern war es mir bei meinem Besuch anlässlich eines Symposiums zum Thema „Inklusion“ in Danzig deshalb auch wichtig, das KZ Stutthof zu besuchen, um den über 65.000 Menschen zu gedenken, die dort ermordet wurden. 

Die Partnerschaftsarbeit des Bezirks Mittelfranken sehe ich als wichtige  Friedens- und Aussöhnungsarbeit an. Denn durch das gegenseitige Kennenlernen, Begegnen, von einander zu wissen, werden Brücken gebaut, Barrieren abgebaut, Gemeinsamkeiten gesucht und damit Trennendes überwunden. Im Jahr 2016 wird die triregionale Partnerschaft Limousin – Mittelfranken – Pommern, die 4,5 Millionen Menschen vereint, ihr 15jähriges Bestehen feiern.

Vor wenigen Tagen hat der mittelfränkische Bezirkstag den Haushalt  für das Jahr 2016 beschlossen. Wichtige Investitionen werden getätigt, wie z.B. die Errichtung eines Fachzentrums für Energie und Landtechnik an den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf oder die Generalsanierung des Zentrums für Hörgeschädigte.

Es ist uns  gemeinsam gelungen, einerseits die Bezirksumlage um 1,3 Punkte zu senken und andererseits z.B. dem  Ausbau der ambulanten und teilstationären Angebote für Menschen mit seelischer Behinderung Rechnung zu tragen und mehr Mittel für die Förderung ambulanter Netzwerke und Zuverdienstarbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.

Ich freue mich, dass der SPD-Antrag zur Schaffung eines Inklusionspreises eine breite Mehrheit bekam und der ebenfalls von meiner Fraktion beantragte hauptamtliche Inklusionsbeauftragte mittlerweile seine Arbeit aufgenommen hat.

Denn die Bezirke haben eine besondere Verantwortung, das Recht von Menschen mit Behinderungen auf gleichberechtigte Teilhabe in allen Bereichen zu stärken. Danken möchte ich all denen, die gemeinsam mit uns an diesem Ziel arbeiten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“. Ich möchte Sie mit den Worten von Franz Kafka ermutigen, auch im Jahr 2016 offen, optimistisch und kreativ auf die vor uns liegenden Herausforderungen und Aufgabenstellungen zuzugehen. Dann findet sich auch ein Weg. Dazu wünsche ich Ihnen Kraft, Gesundheit, Mut und Hoffnung!

Für das bevorstehende Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen und Ihren Familien erfüllte und friedvolle Stunden!

Ihre

Christa Naaß, MdL a.D.

Bezirksrätin und Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten

 

Wiedersehen im Heim Gottesweg in Rothenburg

Die letzte offizielle Weihnachtsfeier von Christa Naaß und ihrem ehrenamtlichen Team fand Weihnachten 2013 statt. 44 mal gestaltete Christa Naaß, nachdem sie im Jahr 1970 einige Wochen Ferienarbeit durch Vermittelung des damaligen Jugenddiakons Edmund Niederlöhner in dem Rothenburger Behindertenheim ableistete, dort eine vorweihnachtliche Feier.

„Aber die Frauen und Männer, die im Heim Gottesweg, einer Einrichtung der Diakonie Neuendettelsau leben, sind nicht vergessen. Nach so vielen Jahren darf der Kontakt nicht abreißen“, findet Christa Naaß.

Renate Hermann und die Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten überraschten deshalb die Bewohnerinnen und Bewohner am vergangenen Freitag mit liebevoll hergerichteten kleinen Geschenken, ließen sich Aktuelles aus dem vergangenen Jahr berichten und versprachen, auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder zu kommen - vielleicht sogar mit dem Nikolaus.

 

Christa Naaß ehrt SPD-Vorsitzende Rita Balzer

Amely Weiß, Rita Balzer,Christa Naaß (Dez. 2015)

Auf der jüngsten Mitgliederversammlung der SPD Haundorf im weihnachtlich geschmückten Gasthaus "Zur Sonne "in Obererlbach hieß Ortsvereinsvorsitzende Rita Balzer die SPD Bezirksrätin Amely Weiß , Beauftragte des Bezirks Mittelfranken für Belange der Menschen mit Behinderung, als Referentin willkommen.

„Bei all den Problemen mit der Unterbringung von Flüchtlingen darf das Thema Menschen mit Behinderung nicht untergehen“, mahnt Amely Weiß an. Es wird Zeit, dass die im Jahr 2009 beschlossene UN-Behindertenrechtskonvention auch auf allen Ebenen umgesetzt wird. Dann kann sich eine inklusive Gesellschaft entwickeln, in der jede und jeder selbstverständlich dazugehört und gleichberechtigt anerkannter und selbstverständlicher Teil der Gesellschaft ist. Das kommt letzten Endes allen Menschen zu Gute, nicht nur den Menschen mit Behinderungen“.

Amely Weiß folgt dabei dem Grundsatz „Nichts über uns – ohne uns“. Als Mittlerin zwischen Politik, Verwaltung, örtlichen Behindertenbeauftragten und den Einrichtungen kann sie die Umsetzung in Mittelfranken unterstützen und forcieren. Das betrifft Kinder in Frühfordermaßnahmen und Schulen genauso wie Jugendliche in Ausbildung, wie z.B. in den Berufbildungseinrichtungen des Bezirks Mittelfranken, wie zu Hause, in Werkstätten oder Heimen.

Auf Antrag der SPD-Bezirkstagsfraktion gibt es mittlerweile einen hauptamtlichen Inklusionsbeauftragten, informiert die Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten Christa Naaß.

.Bei ihrem Jahresrückblick ging SPD-Ortsvereinsvorsitzende Rita Balzer u.a. auch auf den  Tod von Altbundeskanzler Helmut Schmidt, welcher bundesweit nicht nur in der SPD tiefe Trauer ausgelöst hat.

Christa Naaß und Amely Weiß hatten anschließend die ehrenvolle Aufgabe, Rita Balzer für ihre 25jährige SPD-Mitgliedschaft zu würdigen und mit der Silbernen Ehrennadel auszuzeichnen. In ihrer Laudatio erinnerte Christa Naaß daran, dass Rita Balzer seit 25 Jahren in den verschiedensten Funktionen für die SPD tätig ist, seit 2009 als Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Haundorf. Sie vertritt den Ortsverein auf Kreis- und Unterbezirksebene und repräsentiert ihn bei vielen Veranstaltungen und ist eine „richtige Kümmerin“, in dem sie viele Anliegen aufgreift und den Ortsverein zusammenhält.

Das Beitrittsjahr 1990 war mit der Wiedervereinigung ein geschichtsträchtiges Jahr, in dem sich die Friedens- und Aussöhnungspolitik von Willy Brandt erfüllte: „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört“. Dieses Zitat von Willy Brandt ist in die Geschichte eingegangen.

 

 

Ehrenbrief für Sigrid Mayr-Gruber

Photo: Bezirk Mittelfranken (weitere Bilder in der Photogalerie)

Sigrid Mayr-Gruber aus Gunzenhausen erhielt den Ehrenbrief des Bezirks Mittelfranken aus den Händen von Christa Naaß, Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten.

Die Verleihung fand im Kunsthaus Ansbach im Rahmen einer Ausstellungseröffnung "Ins Licht gerückt" statt, da Sigrid Mayr-Gruber dem Vorstand des Kulturvereins Speckdrumm angehört.

Ausgezeichnet wurde sie aber in erster Linie für ihre ehrenamtliche, mittlerweile 21jährige engagierte Asylarbeit. Daneben ist Sigrid Mayr-Gruber im Tierschutz engagiert. So ist sie Mitbegründerin des Vereins "Pro Animale". Und als Schriftstellerin  veröffentlichte sie eine Reihe von Gedichten und Geschichten.

"Der Bezirkstag von Mittelfranken hat einstimmig beschlossen, Frau Mayr-Gruber den Ehrenbrief zu verleihen", so Christa Naaß, "denn sie bringt ihre ganze Kraft, Liebe, Zeit und ihre Fähigkeiten in die vielfältigen Aufgaben der Asylhilfe ein. Es ist für sie eine Herzensangelegenheit - und das spüren Menschen, die mit ihr zu tun haben und die, denen sie hilft".

In vielen Fällen trug der ganz persönliche Einsatz der Ehrenbriefträgerin dazu bei, Asylbewerberinnen und Asylbewerber vor einem ungewissen und möglicherweise lebensbedrohlichen Schicksal in ihrem Heimatland zu bewahren. Durch ihr enormes Fachwissen  und ihre jahrzehntelangen Erfahrungen ist sie mittlerweile eine wichtige Kontaktperson zur bayerischen Härtefallkommission.

Frau Mayr-Gruber, die bereits den "EhrenWert-Preis" der Stadt Nürnberg und die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten hat, bedankte sich beim Bezirk und bei den zahlreich erschienenen Gästen mit zwei Gedichten, die ihr Leben, Fühlen und Denken widerspiegeln und die aus Sicht von Christa Naaß eine ganz persönliche Motivation für ihre Arbeit sind.

 

Schüler interessieren sich für den Bezirkstag

Alexander Höhn (3. von links) und Christa Naaß mit den Windsbacher Schülern

Gerne kam die Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten Christa Naaß der Bitte des P-Seminars der 11. Klasse des Johann-Sebastian-Bach Gymnasiums in Windsbach nach, diese im Bezirksrathaus in  Ansbach zu empfangen.

Der verantwortliche Schüler Jonas König nahm deshalb Kontakt mit Christa Naaß auf und schilderte, dass sich die Schülerinnen und Schüler wöchentlich zum Austausch mit ihrem Lehrer Alexander Höhn treffen, um sich über eine mögliche berufliche Laufbahn auszutauschen, sich über politische Abläufe zu informieren und um ganz konkret Einblick in die verschiedenen politischen Ebenen zu bekommen.

Mit großem Interesse und gut vorbereitet verfolgten die Schüler die von Christa Naaß geleitete Bezirksausschusssitzung. Im Anschluss wurde der neue Bezirksfilm angeschaut, in dem auf die verschiedenen Aufgabenstellungen des Bezirks eingegangen wird. Die stv. Bezirkstagspräsidenten nahm sich gerne Zeit um alle Fragen umfassend zu beantworten.

 

 

Willy-Brandt-Medaille für Richard Fischer

Bundesregierung - Regierungsteam

Für Details klicken!

Hier steht die Wahrheit!