Im Rahmen des diesjährigen Sudetendeutschen Tages, der unter dem Motto "Menschenrechte ohne Grenzen" stand, nahm Christa Naaß, Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten nicht nur an der Verleihung des Menschenrechtspreises, der Verleihung der Kulturpreise, der Eröffnungsveranstaltung sondern auch an der nachmittäglichen Veranstaltung der Seliger-Gemeinde teil.
"Nicht spurlos aus der Geschichte verschwinden", so lautete der Titel der Veranstaltung, in der Dr. Hildegard Kronawitter, MdL a.D. und Zeithistorikerin im Gespräch mit Olga Sippl, Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzende der Seliger-Gemeinde und mit Karl Garscha aus der Nachkriegsgeneration sudetendeutscher Vertriebener das Thema beleuchtete.
Die Seliger-Gemeinde, bei der Christa Naaß ebenfalls Mitglied ist, wurde im Jahr 1951 als politische "Gesinnungsgemeinschaft" in der Nachfolge der DSAP gegründet. In ihr fanden sich Vertriebene und die Hitlerzeit im Exil überlebende Sozialdemokraten im Bekenntnis zur Heimat zusammen, um die große Tradition der DSAP, der 1919 gegründeten Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der 1. Tschechoslowakischen Republik weiterzutragen.
Seit Jahrzehnten engagiert sich Olga Sippl für die Erinnerungsarbeit der Seliger-Gemeinde, u.a. mit der Herausgabe des Sudetendeutschen Jahrbuchs und steht als Zeitzeugin auch Schulklassen zur Verfügung. Olga Sippls überzeugende Botschaft und die der Seliger-Gemeinde verpflichtet alle: "Vertreibung darf nie mehr ein Mittel der politischen Konfliktlösung sein".
Mittelfränkischer Bezirkstag beschließt: Beziehungen zwischen Mittelfranken und der Tschechischen Republik sollen ausgebaut werden
Mit großer Mehrheit hat der Bezirkstag von Mittelfranken in seiner Sitzung am 20.05.2015 einen Antrag der SPD-Fraktion zur Kontaktaufnahme des Bezirks mit einer Region in der Tschechischen Republik beschlossen.
„Dass dieses Vorhaben parteiübergreifend auf Zustimmung stößt, freut uns sehr“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Horst Krömker. „Ein grenzüberschreitendes Miteinander kann nur möglich sein, wenn es auf einer breiten Unterstützung basiert.“
Christa Naaß, Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten, sieht in dem Bezirkstagsbeschluss ein positives Signal an unsere östlichen Nachbarn: „Eine Partnerschaft kann auf der über Jahrhunderte gewachsenen geschichtlichen Verbindung zwischen Mittelfranken und Tschechien aufbauen und diese mit neuem Leben füllen. Nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts, dem Leid, das viele Menschen durch den von deutschem Boden ausgegangenen Krieg und den Folgen von Flucht und Vertreibung erleiden mussten, haben sich die beiden Länder wieder angenähert. Die Jahrzehnte herrschende Eiszeit zwischen Bayern und der Tschechischen Republik ist vorüber.“
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der bayerisch-tschechischen Landesausstellung wider, die im Jahr 2016, anlässlich des 700. Geburtstags Kaiser Karl IV. sowohl in Prag als auch in Nürnberg zu sehen sein wird. Der Bezirk Mittelfranken beteiligt sich in Form eines Rahmenprogramms an der grenzübergreifenden Landesausstellung.
„Die Ausstellung setzt ein europäisches Zeichen der Aussöhnung und des Miteinanders und wird uns die gemeinsame Geschichte näher bringen. Daran anknüpfend sollen Kontakte zu einer Region in der Tschechischen Republik aufgenommen und die bestehenden Beziehungen vertieft werden“, unterstreicht Christa Naaß. Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die Beziehungen zwischen der Metropolregion Nürnberg und der Region Karlsbad sowie auf 22 Partnerschaften von Städten und Gemeinden aus der Metropolregion mit Kommunen aus Tschechien. Auch von Seiten der 13 tschechischen Regionen bestehe ein großes Interesse an Kontakten mit Bayern.
„Gestern standen wir noch vor dem Abgrund – heute sind wir schon einen Schritt weiter!“ so Susanne Engelmann bei der Haushaltsrede 2015. ...
Wenn Herr Grundner in den Waldkraiburger Nachrichten schrieb: „An Warnungen, vor allem aus der SPD-Fraktion, auch aus der Verwaltung, hat es nicht gefehlt.“, dann muss ich an dieser Stelle fragen: „Cui bono?“ – „Wem nutzt es?“
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