Ihren jüngsten Besuch in Danzig nutzte die Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten und Beauftragte für die Partnerschaft Mittelfrankens mit der Woiwodschaft Pommern, um das ca. 36 km von Danzig entfernte Konzentrationslager Stutthof zu besuchen.
„Das Jahr 2015 ist ein Gedenkjahr“, so Christa Naaß. „Wir gedenken des 70. Jahrestags des Endes des 2. Weltkrieges und der Befreiung der Konzentrationslager, in denen alleine in Stutthof 65.000 Menschen ums Leben kamen.
Christa Naaß erinnerte daran, dass abgesehen von einem Teil der Tschechoslowakei kein anderes Land im Krieg von der deutschen Wehrmacht länger besetzt war als Polen. Kein anderes Land wurde so systematisch durch Verschleppung und Mord entvölkert, um als „Lebensraum“ für das deutsche Volk zu dienen. Auf polnischem Boden errichtete das NS-Regime die meisten jeder Konzentrationslager, in denen Millionen europäischer Juden, Millionen von Polen ermordet wurden.
Stutthof war das erste Konzentrationslager auf polnischem Boden, das am 02. September 1939, also einen Tag nach Kriegsbeginn, eröffnet wurde. Stutthof wurde ein Ort des Grauens, ein Platz unvorstellbarer Leiden. Die Absicht, ein Lager für die „unerwünschten polnischen Elemente“ zu schaffen, entstand bei den Nazi-Behörden bereits lange vor Aussbruch des Krieges. Die ersten Häftlinge waren überwiegend aus Pommern stammende Polen, später kamen Häftlinge aus weiteren ponischen Gebieten sowie aus der Sowjetunion, Dänemark, Norwegen, Frankreich, Litauen, Deutschland und Ungarn sowie weiteren Nationen dazu. Von insgesamt 125.000 Häftlingen in Stutthof und den 103 Außenkommandos wurden 22.000 in andere Lager deportiert und 65.000 ermordet. Wegen der harten Haftbedingungen und der schweren, unmenschlichen Arbeit und Arbeitsbedingungen, so für die Deutschen Rüstungwerke, starben viele Häftlinge. Ab 1944 wurden Häftlinge, davon 77 Behinderte, in den Gaskammern ermordet.
Am 24. Januar 1945 begann die SS mit der Räumung des Lagers und trieb die verbliebenen Häftlinge auf einen Todesmarsch, den Tausende nicht überlebten. Viele ertranken auf dem Seeweg.
Stutthof war das erste Konzentrationslager außerhalb des deutschen Reichsgebietes und das letzte Konzentrationslager, das am 09. Mai 1945 von Soldaten der Roten Armee befreit wurde.
Heute gedenkt auf dem Gelände des ehemaligen Lagers ein Museum den Opfern. An ihr Leiden erinnert auch ein Denkmal, das das Grauen erfassbar macht.
Die Stellvertreterin des Präsidenten legte für den Bezirk Mittelfranken Blumen nieder und gedachte den Opfern.
„Heute sind unsere Völker nach einer über 40jährigen Spaltung Europas nicht nur freundschaftlich verbunden, sondern auch gemeinsam verbündet in der Europäischen Union. Heute wollen wir Frieden, Freiheit und Demokratie gemeinsam schützen“, so Christa Naaß bei ihrem anschließendem Gespräch mit der Vizemarschallin Hanna Zych-Cison. Das war aber nur möglich, indem man sich der gemeinsamen Geschichte gestellt hatte. Polen vermochte zu vergeben, als Deutschland sich zur eigenen Schuld bekannte.“
Auf der diesjährigen Freizeitmesse war der Bezirk Mittelfranken wieder stark vertreten. Erstmals war neben der Partnerregion Limousin auch die zweite Partnerregion des Bezirks, die Woiwodschaft Pommern aus Polen mit einer großen Fläche auf der Messe zu Gast.
Die Freizeitmesse war auch für das Fränkische Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken ein idealer Ort, um die angelaufene Museumssaison zu bewerben.
Und die "grüne Einrichtung" des Bezirks, die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf präsentierten sich mit einem Stand in Form eines Streuobstlehrpfads. Ein besonderer Blickfang war ein begehbarer Apfel aus Holz, dem Bezirkstags-präsident Bartsch und seine Stellvertreterin Christa Naaß einen Besuch abstatteten. Beide waren von dieser Idee, die Verwertung und den gesundheitlichen Nutzen des Apfels auf so kreative Weise darzustellen und gleichzeitig den Apfel aus Verkaufsstand zu nutzen, begeistert.
Am 22.03.2015 haben die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Waldkraiburg in Ihrer Jahreshauptversammlung den Vorstand wieder für 2 Jahre neu gewählt. mehr....
Richard Fischer, der das Amt des Vorsitzenden in den vergangenen 10 Jahren ausgeübt hat und bei dieser Wahl nicht mehr antrat, wurde vom Bundestags-Betreuungsabgeordneten Ewald Schurer mit Dank für seine geleistete Arbeit verabschiedet.
Zum 1. Mal fand ein Gesundheitstag für alle Auszubildenden der 10. Jahrgangsstufe beim Berufsausbildungswerk Mittelfranken statt. Nach Grußworten von Direktor Baumüller, der Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten Christa Naaß, der Ausbildungsleitung Frau Twardzik sowie Herrn Kerssenbrock von der AOK begann der Tag mit einem gesunden Frühstück. Anschließend besuchten die einzelnen Klassen im 30 Minutentakt die verschiedenen gesundheitsspezifischen Angebote.
Christa Naaß ging in ihrem Grußwort auf die Unterschiedlichkeit der Menschen und damit auch auf die unterschiedlichen Herausforderungen und Angebote ein, die es braucht, dass man gesund ist und gesund bleibt.
Sie bedankte sich bei Frau Berndl, die mit viel Engagement und Begeisterung diesen Tag vorbereitete sowie bei allen Mitwirkenden und Partnern von innerhalb und außerhalb.
"Die verschiedenen Angebote zeigen", so Christa Naaß, "dass es bei Gesundheit nicht nur um gesundes Essen und Trinken geht, sondern z.B. auch um gesundes Lernen, gesundes Schlafen, um bewusste Bewegung, um Entspannung, Lernen mit Konflikten umzugehen u.v.m.
Sie appellierte abschließend an alle: "Nehmen Sie sich und Ihre Gesundheit so wichtig, wie sie es ist. Begreifen Sie Ihre Gesundheit als großen Wert, den man schätzen und schützen muss!"