Liebe Waldkraiburgerinnen, liebe Waldkraiburger,

Veröffentlicht am 22.12.2016 in Ortsverein

es ist eine allgemein bekannte Tradition, kurz vor Ende des alten Jahres einen Jahresrückblick zu wagen. Eigentlich eine gute Angelegenheit, denn nur wer sich mit seinem Tun auseinander setzt, kann auch Fehler erkennen oder aus Erfolgen Lehren für die Zukunft ziehen.

Ein großes Thema in unserer Stadt ist die große Zahl an Flüchtlingen, die in Waldkraiburg einen Platz gefunden haben. ...

Mit der Gründung des Arbeitskreises Asyl haben wir eine Grundlage geschaffen, den Menschen unbürokratisch und ehrenamtlich zu helfen. Das Phänomen der Migration allgemein ist nicht neu und hat sowohl die Politik als auch die Gesellschaft seit Menschengedenken beschäftigt. Immer schon haben sich ja Menschen auf den Weg gemacht. Und ihre Motive sind in all den Jahrhunderten eigentlich unverändert geblieben: Armut und Elend, Arbeitslosigkeit, Unterdrückung, Verfolgung, Krieg, aber auch der Aufstiegswille, und manchmal auch Abenteuerlust und Neugierde. Was aber auch immer der Anlass sein mochte und sein mag: Immer war und ist Migration Hoffnung – Hoffnung auf eine neue, eine bessere, eine sichere Lebensperspektive.

Es gibt viele Bürger in unserer Stadt, die sich ehrenamtlich engagieren, in Vereinen, Organisationen usw. Mit dem neugegründetem Förderverein Waldbad, in dem auch ich mitarbeite, soll unser in die Jahre gekommenes Waldbad unterstützt und unterhalten werden. Ich finde es großartig, wenn sich Bürger einbringen in die Stadtpolitik und möchte mich bei all denjenigen bedanken, die schon seit vielen Jahren aktiv sind oder aber gerade angefangen haben – jeder wird gebraucht!

Über unserem Waldkraiburg schwebt als mahnende schwarze Wolke der Schuldenstand unseres Haushaltes. Dadurch ist die Handlungsweise eingeschränkt, was uns bei der Bewerbung um die Hochschule wieder deutlich gemacht worden ist. Und trotzdem müssen wir trotz der angespannten Lage nach vorne sehen, aus möglichst wenig, möglichst viel machen.  "Augenmaß, Nachhaltigkeit und Fairness gegenüber der nächsten Generation" sind die Prämissen, die den städtischen Haushalt in den nächsten Jahren ausmachen müssen.

Bei all den Einschränkungen haben wir aber nicht den Kopf in den Sand gesteckt, im Gegenteil. Wenn ich nur an den EHC Waldkraiburg denke, Aufstieg und einen Sponsor gefunden, der die Voraussetzungen für den Spielbetrieb in der Liga ermöglichte. VfL Fußball und der neue Kabinentrakt, ebenfalls durch eine Spende mit finanziert. Es ist großartig, wenn Wirtschaft und Vereine oder Organisationen zusammenarbeiten.

Auch im neuen Stadtentwicklungsprojekt arbeiten viele Bürgerinnen und Bürger mit. Suchen wir nach Möglichkeiten, unsere Stadt attraktiver zu machen, für Firmen und Betriebe interessante Angebote zu schaffen, familienfreundliche Anreize zu setzen, Einkaufsmöglichkeiten breit gefächert anzubieten – kurz gesagt, stellen wir unser Waldkraiburg in den Mittelpunkt. Und planen wir für die Zukunft,

Wir haben das Zeitalter der Individualität betreten, wir können und dürfen nicht nur mitbestimmen, sondern auf vielen Gebieten des Lebens sogar selbst bestimmen.

Setzen wir uns Ziele, große Ziele, die wir zu erreichen versuchen, vielleicht auch in kleinen Schritten. Aber jeder Schritt bringt uns vorwärts – unsere Stadt ist es wert.

Ich wünsche Allen ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017.

Richard Fischer

2. Bürgermeister SPD

 
 

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