Nicht nur das schöne, warme Wetter brachte die Teilnehmer am SPD Stammtisch zum Schwitzen, auch die Thematik des Tages trieb die Temperaturen in die Höhe.
Am Sonntag, den 24. Juni 2012 trafen sich interessierte Kommunalpolitiker und Bürger im Ars Vivendi, um über die aktuellen Probleme im Zusammenhang mit der Realschule zu diskutieren. Markus Schwaiger, stell. OV Vorsitzender konnte 15 Besucher begrüßen, unter ihnen UB Vorsitzenden Richard Fischer, OV Vorsitzenden Bernd Wegmann, 3. Bürgermeister Reinhard Babiak, die Stadträte Christine Blaschek, Michael Bartesch, Susanne Engelmann von Seiten der SPD, auch die CSU war vertreten durch Bürgermeister Sigi Klika und Stadträtin Charlotte Konrad. Mit in der Runde auch Rektor Klaus Neßler von der Franz-Liszt-Mittelschule und Herr Sprinz, ehemaliger Rektor der Realschule in Waldkraiburg.
Richard Fischer betonte in seinen Eingangsworten, dass ...

diese Diskussionsrunde sich nicht festlegen will auf einen möglichen Lösungsvorschlag. Auf Grund der hohen Schülerzahl an der Realschule in Waldkraiburg wird im Kreistag überlegt, welche Alternativen es gibt, um die Kinder bestmöglich unterzubringen, die Schülerbeförderung optimal zu gestalten und das alles in einem finanziellen Rahmen, der für den Landkreis tragbar ist. Der Stammtisch möchte alle vorgeschlagenen Lösungsmöglichkeiten auf ihre Machbarkeit hin diskutieren. Fischer stellte kurz ein vom Landratsamt in Auftrag gegebenes Gutachten vor, dass mögliche Standorte für einen Neubau herausgearbeitet hat. In der Ferdinand-Porsche Realschule werden zur Zeit 1400 Schüler unterrichtet, sie ist damit die größte Realschule in Bayern. Daraus ergab sich die Frage, muss gehandelt werden, braucht der Landkreis eine weitere Realschule?
Richard Fischer legte Wert darauf, dass das Wohl der Kinder immer im Vordergrund stehen muss, aber auch die finanzielle Situation im Landkreis nicht außer Acht gelassen werden darf. Für ihn kommt ein Neubau nicht in Frage, da als Folge daraus die Kreisumlage erheblich erhöht werden muss. Für die Gemeinden und Städte im Landkreis eine massive Belastung der ohnehin klammen Kassen über Jahre hinweg.
Fragen nach der Prognose der Schülerzahlen in den nächsten Jahren (sinkend), ein Neubau wäre frühestens ins 3 Jahren bezugsfertig, finanziell günstige Alternativen – angesprochen wurde alles, mit Argumenten von Seiten der Schulleitung und der Kommunalpolitiker untermauert.
Auf die Frage nach der allgemeinen Haltung im Kreistag stellte sich heraus, dass die Diskussion immer mehr von einer Sachstandsentscheidung hin zu einer politischen Standortbestimmung abgleitet. Es wird interessant, wie sich der Kreistag bei dieser Vielzahl an Möglichkeiten entscheiden wird – zum Wohl der Kinder und Bürger.