Radwege in Peru - Der Fakenews-Klassiker

Vom SPD-Ortsverein - V.l.n.r.: Hüseyin Çabuk (Kassier), Christine Blaschek (Stadträtin a.D.), Bernd Wegmann (2. Vorsitzender), Peter Schmid-Rannetsperger (Schriftführer)
Ein Passant merkte an, dass es doch sinnvoller wäre, Geld im Land den Bürgern zukommen zu lassen, anstatt Radwege in Peru zu bauen.
Die Behauptung, Deutschland habe 315 Mio. € allein für Radwege in Peru ausgegeben, ist falsch; die bilateralen Zusagen und Projektmittel sind komplex (Zuschüsse + Kredite) und liegen laut verfügbaren Berichten deutlich anders — z. B. einzelne Zuschüsse von 20 Mio. € (2020) und 24 Mio. € (2022) für Radwege sowie größere Paketzusagen im Rahmen bilateraler Zusammenarbeit.
Ex‑Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hatte das Projekt im Jahr 2020 gestartet. Aus gutem Grund. Deutschland fördert in Peru mehrere Projekttypen: nachhaltige Mobilität (Radwege, Busse), städtische Infrastruktur, Klimaschutzmaßnahmen und technische Zusammenarbeit. Ziel ist u. a. ein Radwegenetz von 114 km in Lima, das schrittweise umgesetzt wird; bislang sind nur Teilabschnitte realisiert.
Wirtschaftliche Vorteile: Deutsche Firmen (Planer, Ingenieurbüros, Zulieferer) erhalten Aufträge für Planung, Bau und technische Beratung; das schafft Export‑ und Beschäftigungseffekte in Deutschland. Forschung und Wissenstransfer: Kooperationen fördern Forschung, Ausbildung und Kapazitätsaufbau, wovon deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen profitieren.
Entwicklungshilfe ist wichtig, weil sie Armut reduziert, globale Risiken mindert und langfristig auch Deutschland wirtschaftlich, politisch und ökologisch nützt. Konkrete Vorteile für Deutschland sind neue Märkte für Exporte, stärkere internationale Stabilität und Fortschritte beim Klimaschutz.
Der Anteil, der für Entwicklungshilfe ausgegeben wird, bezogen auf das Bruttonationaleinkommen, liegt deutlich unter 1 Prozent!


